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Evangelische Sozialberatung Bottrop (ESB)

HILFE FÜR MENSCHEN IN WOHNUNGSNOT

Die ESB ist eine Anlauf­stelle für Wohnungslose und von Wohnungs­losig­keit bedrohte Menschen und bietet seit 1986 soziale Beratung und persönliche Hilfe in sozialen Schwierigkeiten. mehr über die ESB.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Ökumenischer Kirchentag in Bottrop

100 Jahre Bottrop


„Salz der Erde – Licht der Welt“. Unter diesem Motto fand erstmalig ein ökumenischer Kirchentag in Bottrop statt. Neben vielen anderen Aktionen in der Zeit vom 10. bis 16. Juni 2019 fanden sich am 15. Juni 2019 Vereine, Verbände und Gemeinde zu einer Kirchenmeile auf dem Berliner Platz ein.

Auch die ESB war mit einem Stand und einer Präsentation vertreten. Auf großen Beachflags, die auf dem Platz aufgestellt wurden, stellten sich sieben regelmäßige Besucher des Berliner Platzes vor, die der sogenannten „Trinkerszene“ angehören und über die des Öfteren öffentlich diskutiert wird. Auf kleinen Statements waren die Beweggründe nachzulesen, warum der Berliner Platz quasi zu ihrem Wohnzimmer geworden ist. Wie ein roter Faden zieht sich dabei durch, dass durch diesen Treffpunkt dem Alleinsein und der Einsamkeit entgegengewirkt wird. Und dass man an diesem Ort Freunde und Gleichgesinnte zum Reden findet.

Mit unserer Aktion wollen wir für ein friedliches Miteinander aller Personengruppen in Bottrop werben. Und dies nicht nur auf dem Berliner Platz…

Ohne Ausgrenzung! Ohne Diskriminierung!

Die Stadt gehört allen – Für ein Klima der Toleranz  

Dienstag, 2. April 2019

Armut im Ruhrgebiet nimmt zu

Neue Studie der Bertelsmann Stiftung


Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht heute eine Studie zur Armut in Großstädten. Bei 13 Ruhrgebietsstädten über 100.000 Einwohner spitzt sich die Lage weiter negativ zu. Der Anteil der Sozialleistungsempfänger lag dort 2016 bei 14 Prozent, während er im gesamtdeutschen Durchschnitt und vergleichbaren Städten bei 10,1 Prozent lag.
Als Grund vermutet die Stiftung den noch nicht vollständig bewältigten Strukturwandel im Ruhrgebiet.

Ein Großteil der Bevölkerung in deutschen Großstädten hat nach Angaben der Bertelsmann Stiftung den Eindruck, dass die Armut vor Ort offensichtlich zunimmt.
Grundsätzlich sei das Armutsproblem in Städten größer, weil dort soziale Probleme gebündelt sind, folgert die Stiftung. Auch die im Vergleich höheren Mieten seien ein Grund dafür, dass dort mehr arme Menschen lebten.
In Gelsenkirchen war jeder vierte Einwohner auf Sozialleistungen angewiesen, in Dortmund und Essen war es jeder fünfte, weiß die Studie.

Der Deutsche Städtertag richtet sich mit einem Appell an Bund und Länder: „Armut zu bekämpfen ist gerade in einem wohlhabenden Land wie Deutschland ein Muss“, fordert der Städtetagspräsident und Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe.

 

Donnerstag, 14. März 2019

KOLÜSCH beendet seine 26. Saison

Am 15.03.2019 schließt KOLÜSCH wieder seine Türen


Heute kann man im Barbaraheim auch in traurige Gesichter blicken: KOLÜSCH schließt morgen wieder seine Türen. Schade, dass die dreimonatige Saison schon vorbei ist, ist die einhellige Meinung der Besucher des etwas anderen Restaurants

„Ich bin chronisch krank und muss vieles selber zahlen, weil die Krankenkasse es nicht übernimmt. Da hat es mir sehr geholfen, dass ich hier essen konnte“, meint eine Besucherin.
„Es ist ja auch viel schöner, gemeinsam zu essen“, fügt ihr Gegenüber hinzu. „Sonst bin ich zuhause viel alleine.“

Bei durchschnittlich 90 Essen am Tag hat das KOLÜSCH-Team wieder ganze Arbeit geleistet: Unzählige Servietten wurden gefaltet, die Tische immer liebevoll eingedeckt, anschließend alles wieder abgeräumt. Wieviel Geschirr und Besteck letztendlich gespült wurde, kann keiner sagen. „Wir freuen uns, dass wir mit KOLÜSCH, unserem Bottroper Restaurant der Herzen nicht nur eine warme Mahlzeit serviert, sondern Menschen auch zusammengebracht haben“, meint Felix Brill von der ESB.

KOLÜSCH verabschiedet sich jetzt zwar für die 26. Saison, blickt aber zurück auf eine erfolgreiche Zeit. Besonders in Erinnerung bleiben wird der Besuch bei Passmanns in einem richtigen Restaurant. Bei den Gedanken an die dort servierte Lasagne läuft vielen noch das Wasser im Mund zusammen. 

Aber auch Weiberfastnacht war ein Höhepunkt in der diesjährigen Saison. Weil es allen im letzten Jahr, dem 25. Geburtstag von KOLÜSCH, so gut gefallen hat, erschien das KOLÜSCH- und ESB-Team in lustigen Kostümen. Für die Besucher lagen bunte Hütchen und Luftschlangen bereit. Matthias Uphoff, Kantor und Kirchenmusiker der Evangelischen Kirchengemeinde schlug karnevalistische Töne auf dem Klavier an. Begleitet wurde er auf der Geige von Amir, der als syrischer Flüchtling in Bottrop eine neue Heimat gefunden hat. Nach dem Nachtisch wurde im Barbaraheim nicht nur geschunkelt, sondern sogar das Tanzbein geschwungen.

Die Paketaktion von AmBOTioniert bedarf natürlich auch der besonderen Erwähnung. 124 Pakete waren von Bottroper Bürgern gestiftet, festlich verpackt und vor Weihnachten an die Gäste von KOLÜSCH verteilt worden. Eine schöne Überraschung, die große Freude bereitet hat.
Und der dicke Spendenscheck von dem engagierten Verein half, einen Teil der Kosten von KOLÜSCH zu tragen. Ohne die Unterstützung der Bottroper Bevölkerung wäre KOLÜSCH sowieso gar nicht denkbar. „Darum möchten wir uns gerne bei allen Spendern im Namen unserer Gäste bedanken! Auch wenn wir jetzt die Türen schließen müssen, Mitte Dezember werden wir die nächste Saison eröffnen,“ verspricht Claudia Kretschmer.

Und trotzdem bleiben einige Gesichter der Gäste traurig: „Wir hatten für 3 Monate nicht nur gutes Essen, sondern auch eine gute Zeit!“

 WAZ-Artikel „Die Suppenküche Kolüsch beendet ihre Saison“ vom 15.03.2019

Lokal-Kompass-Artikel „Gutes Essen und eine gute Zeit“ vom 19.03.2019

Freitag, 15. Februar 2019

Unterstand am Berliner Platz kommt im April

Kontroverse Diskussionen im Sozialausschuss und in den sozialen Foren


Diese Dis­kuss­ion über die soge­nannte „Sze­ne“, die den Ber­liner Platz als Treffpunkt nutzt, findet teilweise sehr dis­­­krimi­­nier­end, abwertend und menschen­feindlich statt. Dies ist unser Beitrag gegen soziale Ausgrenzung von Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen:

Zu der Idee der Stadtverwaltung, bei der Neugestaltung des Berliner Platzes die sogenannte „Trinker- und Drogenszene“ nicht zu verdrängen, sondern ihnen einen geschützten Platz zuzuweisen, gehört viel Mut. Aber auch Sachverstand und die Erkenntnis, sie als Bürger dieser Stadt mit all ihren Schwierigkeiten und Problemen zu verstehen und zu akzeptieren.

In Gesprächen mit den Einzelnen zeigt sich, welche große Bedeutung das tägliche Zusammentreffen mit anderen Leidensgefährten hat. Oft sind das die einzigen Kontakte, da sie in ihrem häuslichen Umfeld eher gemieden werden und wenig familiäre Bindungen haben. Ihr Anderssein ist ihnen bewusst und auch, dass sie als Gruppe andere erschrecken könnten. Nur: Gewollt ist es nicht!

Menschen, die Alkohol und andere Drogenersatzstoffe (Methadon) regelmäßig zu sich nehmen, sind schwer krank. Natürlich wünschen sich alle –am meisten die Betroffenen selbst-, dass sie ohne Suchtmittel leben können. Aber nur wenige schaffen es, dauerhaft auf Alkohol und Drogen zu verzichten.

Das soziale Leben ist geprägt von Einsamkeit und Isolation. Der Berliner Platz ist für diesen Personenkreis quasi das Wohnzimmer, wo man sich mit Gleichgesinnten treffen kann. Allerdings auch für jedermann sichtbar. Nimmt man Kontakt zu ihnen auf, erfährt man in der Regel Freundlichkeit und wenn man will, manchmal auch interessante oder auch traurige Lebensgeschichten.

Der Berliner Platz soll nach seiner Umgestaltung ein Ort der Begegnung werden.

Auch die „Szene“ hat ein Recht auf einen selbstgewählten Platz im öffentlichen Raum wie alle Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt. Wer Menschen am Rande der Gesellschaft ihren Platz verwehrt und sie nur als Störenfriede deklariert, schürt Ängste und den Hass auf öffentlich sichtbare Arme. Und übernimmt keine soziale Verantwortung für die Randgruppen unserer Gesellschaft, die unserer Unterstützung und Hilfe bedürfen.

Die Stadt gehört allen! Den Armen und den Reichen!

 

 WAZ-Artikel „Unterstand für die Szene wird am Berliner Platz gebaut“ vom 14.02.2019

Mittwoch, 21. Januar 2019

Obdachlose vor Kälte schützen

Die ESB bittet um Aufmerksamkeit


Ob­dach­lose sind bei den augen­blick­lichen Temperaturen besonders ge­fähr­det. Bei den akuten Minusgraden ist es besonders wichtig, dass Wohnungslose nicht aus Einkaufs­passagen sowie Bahn­höfen vertrieben werden. Die ESB leistet Hilfe bei der Vermittlung in Not­unter­künfte und verteilt warme Kleidung und Schlafsäcke. Bei Kolüsch im Barbaraheim am Unterberg 12 können sich Wohnungs­lose montags bis freitags von 12:30 Uhr bis 14:00 Uhr aufwärmen und eine warme Mahlzeit zu sich nehmen.

Wenn jemand Obdachlose in Haus­ein­gängen oder anderswo sieht, die hilflos oder in einer Notsituation sind, sprechen Sie sie erst an und prüfen Sie, ob sie bei klarem Bewusstsein sind. Bei akuter Gesundheitsgefährdung alarmieren Sie den Rettungsdienst (112) oder die Polizei (110).
Im Sozialamt ist Christian Haar­mann (02041 / 703867) zuständig für die Unterbringung in der kommunalen Notunterkunft.

Freitag, 04. Januar 2019

Amokfahrt in Bottrop

Rassistisch motivierter Anschlag auf dem Berliner Platz 


Die Evangelische Sozialberatung Bottrop spricht allen Opfern der Amokfahrt auf dem
Berliner Platz und in Essen während der Silvesternacht und deren Angehörigen ihr
Mitgefühl aus.
Gleichzeitig verurteilen wir Hass, Rassismus, Gewalt und Menschenverachtung jeder
Art, sei es in Form von Ausländerfeindlichkeit oder als Ausgrenzung von gezielten
Personengruppen, wie z. B. Obdachlose.
Bottrop muss eine solidarische Stadt bleiben, in der JEDER als Mensch geachtet ist,
egal welcher Nationalität, Hautfarbe, Religion oder welchem Geschlecht er angehört.

Die Stadt gehört allen – für ein Klima der Toleranz
 

Weitere Infos finden Sie hier:

Freitag, 21. Dezember 2018

Weihnachten und Silvester

Öffnungszeiten über die Feiertage 


An Heiligabend (24.12.) haben KOLÜSCH und die ESB geschlossen. Dafür lädt die Evan­gelische Kirchengemeinde Bottrop alle alten, einsamen, alleinstehenden und wohnungs­losen Menschen zu ihrer Heiligabend-Feier ab 15 Uhr ins Martinszentrum ein. Das Restaurant der Herzen macht zwischen Weihnachten und Neujahr eine Pause. Die nächste warme Mahlzeit gibt es wieder am 02. Januar 2019. KOLÜSCH ist dann bis zum 15. März Montag bis Freitag zwischen 12:30 und 14:00 geöffnet.

Die Beratungsstelle hat am 27.12. und 28.12.18 zu den üblichen Sprechzeiten geöffnet.

Ab dem 2. Januar 2019 gelten wieder die normalen Öffnungszeiten.

Wir wünschen allen erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Mittwoch, 12. Dezember 2018

KOLÜSCH lädt ein

Unser „Restaurant der Herzen“ ist geöffnet


„Der Mensch lebt nicht von Brot allein“. Mit diesem Bibelzitat eröffnete Pfarrer Riesenberg die diesjährige KOLÜSCH-Saison. Frau Dr. Bunse als stellvertretende Sozial­ausschuss­vorsitzende betonte in ihrer Begrüßungsrede, wie wichtig das Angebot von KOLÜSCH sei. Nicht nur wegen einer warmen Mahlzeit am Tag, sondern auch wegen der sozialen Kontakte in unserem „Restaurant der Herzen“.

Viele vertraute Gesichter befanden sich am Eröffnungstag unter den Gästen.
Aber es waren auch einige neue Besucher dabei, die von der restaurantähnlichen Atmosphäre positiv überrascht waren: „Es hat uns sehr gut gefallen und wir kommen morgen wieder!“
Auch Vertreter von Parteien und Organisationen nahmen an der Eröffnung teil und ließen es sich ebenfalls bei zahlreichen Gesprächen gut schmecken. Traditionsgemäß gab es Grünkohl mit Mettwurst, wie immer lecker zubereitet durch das DRK-Team rund um den Küchenchef Marco Kobe.

Alle Gäste drückten ihre Freude aus, für 3 Monate im Barbaraheim wieder einen Treffpunkt für Gespräche und Kontakte zu haben. Und natürlich auch eine kostenlose warme Mahlzeit. Bis zum 15. März wird das KOLÜSCH-Team montags bis freitags von 12:30 bis 14:00 Uhr wie gewohnt an liebevoll gedeckten Tischen unseren wechselnden Mittagstisch servieren. Wir laden dazu herzlich ein!

 WAZ-Artikel „Hier werden warme Mahlzeiten mit Wertschätzung serviert“ vom 12.12.2018

Dienstag, 04. Dezember 2018

KOLÜSCH öffnet wieder die Türen

Am Dienstag, 11.12.2018 startet die neue Saison


Kolüsch Plakat„Wann geht es denn wieder los bei KOLÜSCH?“ In diesen Tagen eine häufig gestellte Frage der Gäste und Unterstützer.
Die Antwort ist leicht zu geben: Am Dienstag, 11 Dezember 2018 werden sich die Türen unseres Restaurants des Herzen zur 26. Saison öffnen.

„Wir freuen uns schon darauf, unsere Gäste wie immer für 3 Monate im Barbaraheim begrüßen zu dürfen“, sind sich Felix Brill und Claudia Kretschmer von der Evangelischen Sozialberatung Bottrop (ESB) einig.

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Plakate und Flyer werden diese Tage bei Behörden, sozialen Einrichtungen, Kirchengemeinden und Arztpraxen verteilt. Geschirr und Besteck muss gesichtet werden, ob es noch in ausreichender Zahl vorhanden ist. Schließlich werden bis zu 100 Gäste erwartet!

„Was ist mit den Trockentüchern und den Reinigungsmitteln? Hast du schon den großen Besen gefunden? Wo ist die große Suppenkelle? “ Anne Glenz und Bernd Dertwinkel raucht schon der Kopf. Beide gehören als 1,50€-Jobber zum Kolüsch-Team und sind in der übrigen Zeit in der ESB beschäftigt.

Wie auch in den Jahren zuvor bietet KOLÜSCH – unser Restaurant der Herzen nicht nur eine kostenlose warme Mahlzeit, sondern auch einen Ort der Begegnung. Das Angebot richtet sich an Menschen in Not: an Wohnungslose, Alleinstehende, vereinsamte Menschen, alleinerziehende Mütter mit Kindern, RentnerInnen mit geringem Einkommen, Menschen mit Suchterkrankungen oder psychischen Problemen.

Das etwas andere Restaurant ist montags bis freitags von 12:30 bis 14:00 Uhr geöffnet. Leider steht mit dem 15. März 2018 auch schon das Ende der diesjährigen Saison fest. Aber daran will das KOLÜSCH-Team noch gar nicht denken…

Dienstag, 13. November 2018

So leben Menschen ohne Wohnung

1. umfassende Studie des Diakonie-Verbandes EBET


Es gibt viele Statistiken über den Großteil der bundesdeutschen Bevölkerung, zu Einkommen, Gesundheit, Bildung, Haushaltsstrukturen, Lebensgewohnheiten. Nur keine systematische bundesweite und amtliche Untersuchung über Menschen ohne eigene Wohnung.

Seit Jahren fordern die Wohnungslosenorganisationen eine Bundesstatistik, um verlässliche Aussagen über die Anzahl und die Lebenssituation von Wohnungslosen treffen zu können. 

Immerhin waren 860.000 Menschen nach Schätzung der BAG Wohnungslosenhilfe in 2016 von Wohnungslosigkeit betroffen, Tendenz steigend.

Um etwas an dieser unhaltbaren Situation zu ändern, hat der Diakonieverband EBET e.V. nun selbst eine Studie in Auftrag gegeben. Es liegt zum ersten Mal eine systematische und umfassende Untersuchung der Situation wohnungsloser Menschen vor. Die Diakonie sieht anhand ihrer Zahlen die Forderung nach einem Recht auf Wohnen bestätigt und appelliert an die Pflicht der Politik. Ziel muss es sein, Wohnungslose so schnell wie möglich wieder in feste Wohnungen zu bringen. Die Studie belegt, wie schnell und deutlich sich die Lebenslage bereits nach einem Monat in der Wohnungslosigkeit verschlechtert.

„Wohnen ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht“, fordert Maria Loheide, Vorstand für Sozialpolitik bei der Diakonie.  Jens Rannenberger von der Wohnungslosenhilfe der Diakonie ergänzt: „Wohnungslosigkeit verletzt die Menschenwürde jedes Einzelnen, missachtet individuelle Grundrechte und schadet unserer Gesellschaft!“

Weitere Infos finden Sie hier:

Donnerstag, 18. Oktober 2018

„Armut stört“

Die Nationale Armutskonferenz stellt ihren 3. Schattenbericht vor


„Armut stört Eltern, wenn sie ihre Kinder nicht mit genug Schulsachen ausstatten können; Obdachlose, die auf der Straße verelenden; langzeitarbeitslose Menschen, die sich seit Jahren vergeblich um einen guten Arbeitsplatz bewerben. Armut stört viele Menschen empfindlich in ihrem Leben.“
Darauf weist Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (NAK) in ihrem Vorwort zum 3. Armutsbericht hin.
Die NAK ist ein Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Selbsthilfeorganisationen, das sich für eine aktive Politik der Armutsbekämpfung einsetzt.

Der Bericht stellt fest, dass viele Menschen in Deutschland trotz boomender Wirtschaft nicht genug zum Leben haben. Als Hauptursache werden Arbeitslosigkeit, Niedriglohnjobs und das Alleinerziehen von Kindern genannt. Rund16 Prozent der deutschen Bevölkerung leben an der Armutsgrenze.

Dieser 3. Schattenbericht, der am 17. Oktober 2018, dem diesjährigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut veröffentlicht wurde, versteht sich als Parallelbericht zur Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung. Er gibt insgesamt einen Überblick über den armutspolitischen Handlungsbedarf, bietet Analysen und lässt vor allem Betroffene zu Wort kommen. Dabei zeigt sich: Für viele Menschen ist Armut trotz Arbeit bittere Realität.

Barbara Eschen: „Armut zu bekämpfen ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung!“

Weitere Infos finden Sie hier:

Mittwoch, 29. August 2018

Wohnraum wird knapp und immer teurer

Stadt Bottrop will den Mietzuschuss erhöhen


Wer Geld vom Jobcenter oder Sozialamt erhält, muss bestimmte Grenzen bei den Kosten für die Miete berücksichtigen. Diese Mietobergrenze, die durch die Stadt Bottrop 2010 festgelegt wurde, entspricht aber nicht mehr der Realität auf dem Wohnungsmarkt. Wurden damals 5,15€/qm in der mittleren Wohnlage und Altersklasse der Wohnung zugrunde gelegt, weist der aktuelle Mietspiegel für denselben Quadratmeder bereits 5,47€ aus.

So wird es immer schwieriger, eine neue Wohnung zu finden. Aber auch die irgendwann mal unter den gültigen Bedingungen angemietete Wohnung verteuerte sich durch Modernisierungsmaßnahmen oder energetische Sanierungen. Die Folge ist, dass Leistungsbezieher von Hartz IV oder Sozialhilfe zu einem Umzug aufgefordert werden oder die Differenz von dem eh schon knapp bemessenen Lebensunterhalt zur Miete dazu tun müssen.

Peter Sommer, Leiter des Sozialamtes, hat jetzt erfreulicherweise angekündigt, dass die Richtlinien angepasst und damit die als angemessen geltende Miete angehoben wird.
Bleibt zu hoffen, dass zumindest dem jeweils aktuellen Mietspiegel Folge geleistet wird. Das Bundessozialgericht hat sogar in einem Urteil eine Orientierung an die Werte des Wohngeldgesetzes verkündet. Demzufolge darf die Kaltmiete mit Betriebskosten ohne Heizkosten für eine alleistehende Person 429,-€ kosten.

Aus Gründen der Gerechtigkeit und Gleichbehandlung wünschen wir uns, dass die „Altfälle“ automatisch an die neue Mietobergrenze angepasst werden, ohne dass ein Antrag erforderlich ist.

Montag, 02. Juli 2018

AmBOTioniert hilft KOLÜSCH

Hobbyköche kochen für den guten Zweck


„Das Leckere kommt zum Schluss“ – unter diesem Motto veranstaltet Am­BOT­ioniert am Ende der Sommerferien ihr 4. Charity-Dinner. „Wir zaubern wieder ein 5-Gänge-Menü inklusive begleitender Weine und Getränke mit einem unterhaltsamen Abendprogramm und Ver­stei­gerung besonderer Erlebnisse und Events“, weiß der engagierte Verein zu berichten.
Zauberhafte musikalische Unterstützung bieten verschiedene Bottroper Künstler (unter anderem Markus Stein und das Gesangsduo Souls in Harmony). Das Ganze findet am 25. August 2018 um 18 Uhr im Cottage, Herzogstr. 58, 46240 Bottrop statt. Der Vorverkauf läuft bereits.
Mit dem Erlös des Charity-Dinners unterstützt AmBOTioniert wie immer soziale Einrichtungen. KOLÜSCH, unser Bottroper Restaurant der Herzen, soll auch wieder bedacht werden. Wir bedanken uns im Voraus!

 WAZ-Artikel „Ambotioniert verwöhnt Gäste mit einem Fünf-Gänge-Menü“ vom 13.06.2018

 WAZ-Artikel „Ambotioniert tischt wieder ganz groß im Cottage auf“ vom 13.08.2018

 WAZ-Artikel „13 Hobbyköche laufen am Samstag zur Höchstform auf“ vom 22.08.2018

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