Erfolgsgeschichten: Erich

Erich

Erich

* 1947 in Bottrop

Viele Jahre lang habe ich als gelernter Kellner gearbeitet – bis ich es körperlich nicht mehr schaffte. Dann war ich eine Zeit lang Revisor bei Siemens und später Umzugshelfer. Meine Freundin wurde schwer krank, und ich musste aufhören. Nach unserer Trennung bin ich erst zu meiner Mutter, später zu meiner Schwester gezogen. Als wir uns zerstritten, landete ich auf der Straße.

Eine Bekannte gab mir den Tipp, bei der ESB vorbeizuschauen. Die Sozialarbeiter haben mir schnell eine Wohnung vermittelt, die ich aber wieder verlor. Ich fühlte mich dort zu einsam und hatte keine Aufgabe. Das ESB-Team gab mir eine weitere Chance: Sie nahmen mich in eine ihrer Wohngruppen auf und gaben mir Aufgaben in der Suppenküche Kolüsch. Das war genau das Richtige für mich: Kellnern wie früher. Ich übernahm wieder Verantwortung für mein Leben. Seit 20 Jahren bin ich arbeitslos, aber seit 15 Jahren arbeite ich mit vollem Einsatz in der Suppenküche. Das ist stressig, macht mir aber großen Spaß.

2007 haben mich die WAZ-Leser für mein Engagement in der Suppenküche zum „Helden im Alltag“ gewählt. Darauf bin ich sehr stolz.

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